„Die Waage lügt“ – Aber ist der KFA eine sichere Messmethode?

Dass die Waage lügt liest man mittlerweile immer öfter – aber ist der Körperfettanteil eine sichere Methode um Fortschritte zu dokumentieren?

Die Waage

Bei hunderten von Mädels entscheidet sie über gute oder schlechte Laune – dabei ist die Zahl auf der Waage kein Indiz dafür, ob man dick oder dünn ist. Bei stark Übergewichtigen kann die Waage gerade zu Beginn sehr gut helfen um Fortschritte zu dokumentieren. Je schlanker man jedoch ist, umso weniger sollte man der Zahl auf der Waage vertrauen. Das Gewicht kann – gerade bei uns Mädels – von Tag zu Tag stark schwanken. Einige Lebensmittel oder ein hoher Salzkonsum zum Beispiel führen zu höheren Wassereinlagerungen. Darüber hinaus lagert man hormonell bedingt mal mehr mal weniger Wasser ein (speziell bei einigen Mädels während der Periode). Auch nach dem Sport oder nach einem Saunagang hat man durch das Schwitzen viel Wasser verloren und bringt natürlich weniger Gewicht auf die Waage.

Fazit: Man kann sein Gewicht mit der Waage sicherlich grob im Auge behalten, aber man sollte sich nicht komplett darauf verlassen und sich keine Sorgen machen, wenn das Gewicht mal schwanken sollte.

Der Körperfettanteil

Wie aussagekräftig ist der Körperfettanteil denn nun für den Fortschritt? Meiner Meinung nach kann der Körperfettanteil wesentlich mehr aussagen als das Gewicht.
Jetzt kommen wir zum großen ABER:

Körperfettwaagen für zuhause könnt ihr generell sowieso knicken. Aber auch bei EINIGEN hochgelobten Bioimpedanzmessungen (je nachdem wie sie durchgeführt werden!!! Es gibt verschiedene Varianten) können die Werte schwanken. Das habe ich an meinem eigenen Leib erfahren, denn ich habe selber in meinem Fitnessstudio regelmäßig Bioimpedanzmessungen durchführen lassen und dabei feststellen müssen, dass ich (trotz Messung bei ca. gleichen Bedingungen) teilweise an Tagen wo ich optisch viel besser in Form war einen höheren Körperfettanteil hatte als an Tagen, wo ich optisch nicht so gut in Form war. Auch der Muskelanteil war manchmal so unglaublich unterschiedlich, sodass ich mir irgendwann gedacht habe: Kann das eigentlich sein? Zumal ich natürlich frustriert war, wenn die Analyse mir sagte ich hätte an Körperfett zugenommen und ich rein durch diese Zahl plötzlich mies drauf war, obwohl ich mich zuvor super gefühlt habe.
Die Bioimpedanzmessungen gibt es wie gesagt in verschiedenen Variationen. Es gibt welche mit Elektroden über den kompletten Körper, es gibt welche mit einigen wenigen Elektoden am Körper, es gibt welche die im Liegen durchgeführt werden, es gibt welche mit Handsensoren und und und… Wie genau welche Variante ist, kann ich persönlich nicht sagen, da ich nur mit einer Erfahrung habe.
Für eine exakt genaue Messung sollte man zum Sportmediziner gehen und dort eine Messung durchführen lassen.
Bleibt trotzdem die entscheidende Frage: Was bringt mir ein Körperfettanteil von XY?

Ich bin für mich zu dem Entschluss gekommen, dass Zahlen und Werte (wie Körperfettanteil, Muskelanteil und Co) nicht allein genutzt werden sollten um den eigenen Fortschritt zu messen. Ich habe oft Mädels gesehen mit einem weit geringeren Körperfettanteil als meinem und fand deren Körper trotzdem nicht unbedingt schön bzw. schöner als meinen. Es sind eben nur Zahlen und die werden niemals glücklich machen. Nur weil man einen Körperfettanteil von XY hat, heißt es nicht, dass man sich wohl in seinem Körper fühlt. Ich glaube das müssen auch viele andere noch verstehen. Ich kann euch auf jedenfall raten:
Kontrolliert euren Fortschritt anhand eures Spiegelbildes. Hört auf euer Körpergefühl und nutzt diese Werte maximal dazu um einen groben Überblick zu haben. Neigt ihr aber dazu euch die Laune zu vermiesen durch Zahlen, dann lasst es kompett bleiben! Natürlich gibt es auch immer Tage wo einem das Spiegelbild nicht gefällt, aber das ist was anderes und vollkommen normal. Ich hoffe, ich konnte einigen weiterhelfen mit diesen Gedanken!

„We are made of love and happiness and the way that we laugh! We are made of good memories & late nights! We are made of so much more than numbers on scales“

Küsse,

Lizzi

 

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9 Kommentare zu „„Die Waage lügt“ – Aber ist der KFA eine sichere Messmethode?

  1. Hey 🙂
    Ich nutze seit einiger Zeit eine digitale Waage von Withings. Die kann angeblich auch den KFA messen. Ich bin mir bewusst, dass diese Messung nicht stimmt, doch ich möchte die regelmäßige Messung des KFAs dennoch nicht messen. Mir persönlich ist es egal, ob ich einen KFA von 12% oder 16 % habe. Wenn ich aber auf Diät bin, möchte ich auch sehen, ab wann sich mein KFA verringert. Und dafür ist die Waage genau richtig. Sie zeigt mit die Tendenz des KFAs an.

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    1. Hey Fabian!
      Natürlich kann es auch sinnvoll sein, wenn man dieses Ziel hat! Allerdings bedeutet ein niedrigerer Körperfettanteil nicht zwingend ein optisch schöneres Bild! Jedoch ist das natürlich auch stark Ansichtssache 🙂

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  2. Das Zitat am Ende ist schön. 😍👌
    Und dieser Post kommt echt richtig. Ich baue momentan ein neues positiveres Mindset auf & das hilft mir ungemein gerade! Ich mag es oft nicht, wenn ich in den Spiegel sehe, weil noch nicht die Resultate da sind die ich haben möchte, aber ich lerne neu damit unzugehen & ausserdem wird sich das alles ändern wenn ich weiter trainiere & mich pushe und gut esse, nicht zu viel und nicht zu wenig. (Ohne tracken und mit inuativ essen!) Wiegen tue ich nur manchmal und Fett messe ich auch ab und an. Aber.. durch Liftibg, HIIT, Joggen und Boxen kann man Muskeln aufbauen und Fett abbauen & zur Traumfigur kommen – mit essen was man an Menge braucht. Das habe ich durch Bücher gelernt & versuche jetzt nur noch mehr positiv zu denken und mich mehr zu lieben und meinen Körper!! ❤🙈 danke!

    Gefällt 1 Person

  3. Vielen lieben Dank für diesen Beitrag. Ich denke auch dass das eigene Spiegelbild viel mehr zählt als irgendwelche Zahlen. Und der Spruch ist auch gut gewählt. Natürlich soll man sich on seinem Körper wohlfühlen allerdings gibt es wichtigeres im Leben als ständig irgendwelche Ideale anzustreben. Man muss für sich selbst einen Weg finden, glücklich und zufrieden zu sein. Das Leben besteht aus so viel mehr als dem vermeintlich perfektem Körper.
    Liebe Grüße
    Birgit

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